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Aus dem Leben des Porträt- und Landschaftsmaler
 
In Cottbus lebte ein Porträt- und Landschaftsmaler, der leider fast in Vergessenheit gekommen ist und das ist bei seiner Malkunst schade, denn aus jedem seiner Gemälde spricht die Liebe zur Natur.
 
Alfred Janigk wurde am 13. Mai 1889 als zweiter Sohn des Bauern Gustav Janigk und der Anne Marie, geb. Lieschka in Koschendorf, einen heutigen Ortsteil von Drebkau bei Cottbus, geboren.
 
Die Schule besuchte er in Leuthen und lernte anschließend  Dekorationsmaler in Cottbus. Durch Drängen seines Meisters, der Ihn auch zum Malunterricht überredete und schließlich auch anmeldete, fing er erst intensiv an zu malen. Nach seiner Lehre  besuchte er die hiesige Fortbildungsschule in Cottbus.
    Seine Jugendarbeiten, die er in Ausstellungen der Fortbildungsschule wiederholt zeigen durfte, verdankt er es, das ein Cottbuser Bürger sich für die künstlerischen Anlagen des jungen Malerlehrlings interessierte und ihn in hochbeherzter Weise den Besuch der Akademie in Berlin und München ermöglichte.
 
Nach seiner Studienzeit bekam der damals noch junge Maler bald Aufträge von bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit. So malte er den Kommandanten von Köstrin (1. Weltkrieg), General Sorsche, Bischof Wilhelm von Straßburg, den letzten Postminister zu Kaisers Zeiten. Exzellenz Rödlin sowie General Kunzenle und viele andere.
 
Als Porträtist und Landschafter hat sich Alfred Janigk in vielen Teilen Deutschlands einen guten Namen erworben.
 
Lebendig und ausdrucksvoll sind seine Bildnisse, ob sie nun einen Künstler oder Wissenschaftler, einen Arbeiter oder eine Bäuerin, eine bedeutende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens oder einen Staatsmann darstellen.
 
Das Alfred Janigk ein Lausitzer Bauernsohn ist, verraten seine so ursprünglich und mit kräftigem Pinselstrich gemahlten Spreewald- und  märkischen Landschaften von bezaubernder Farbigkeit. Aber sein Hauptinteresse galt von jeher dem Porträt.
 
Graf Castell-Rüdenhausen in Golßen, Gräfin Pückler-Branitz, Frau Rittergutsbesitzerin Rödlin-Starpel, Geh. Kommerzienrat Haase (Breslau), Graf Huwald (Straupitz), Baron von Wolff, Angehörige traditioneller märkischer Geschlechter ließen sich von ihm malen.
Auszug: Cottbuser Adressbuch von 1938
 
In den 20er bis 40er Jahren war er im Cottbuser Adressbuch als Kunst-, Porträt- und Landschaftsmaler zu finden, denn der gebbürtige Koschendorfer Alfred Janigk lebte nach seinen Studium in Cottbus, in der Schillerstraße 60.
 
Seine Freizeit verbrachte er im Cafe Lauterbach - Cottbus, in der Bahnhofstrasse 63.  Es war ein angenehmes Lokal mit Vorgarten. Ein Literaturcafe und eine Künstlerklause, der schlichte geruhsame Ort für manchen, der bei einer Tasse Kaffee oder beim Schoppen Wein Entspannung und geistige Anregung zufinden versucht. Das tat auch der Kunstmaler Alfred Janigk, wenn er  mit seinen breitkrempigen Künstlerhut und den etwas schlurfriegen Gang das Cafe betritt,  wird er mit Zurückhaltung betrachtet, zumal er, zurückgekehrt vom Ort seiner Landschaftsmalerei, immer die Staffelei abstellte.
 
Handschrift von Alfred Janigk
 
Es ist noch zu erwähnen, das er nach dem Kriege Restaurationsarbeiten an beschädigten Kriegsgemälden und Bildwerken in öffentlichem und privatem Besitz vorgenommen hat. Denn auch auf diesem Gebiet war er auch ein gesuchter Künstler.
 
Nach 1945, als der Künstlerbund Cottbus um die künstlerische Intelligenz bemüht war, kam Alfred Janigk zu der ihn zustehenden Anerkennung.
 
Noch heute sind Belege in Form von Bildern über ihn im Wendischen Museum und im Stadtmuseum Cottbus zu finden.
 
Bei einer Alfred Janigk Ausstellung von 01.03.1990 bis 22. April 1990 im Bezirksmuseum Schloss Branitz, hingen12 Bilder im ehemaligen Teezimmer des Fürsten Pückler.
Text: Reiner Laars
 
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Quellen
Wendisches Museum Cottbus
Fürst-Pückler-Museum, Park und Schloss Branitz - Cottbus
Stadt und Regional Museum - Lübben
Brandenburgische - Neuste Nachrichten - Cottbus
Cottbuser Anzeiger - Cottbus
Lausitzer Rundschau - Cottbus und Lübben
Sammlung R. Laars - Hamburg
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Reiner Laars
 
* letzte Aktualisierung am 12. Februar2015 *
 
 
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