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Koschendorf
Geburtsort vom Porträt- und Landschaftsmaler Alfred Janigk
 
Koschendorf, (18 bzw. 19 Km südöstlich von Kalau) , als heutiger Ortsteil der Stadt Drebkau, besteht aus wenigen Gehöften und einem alten Gutshof mit Herrenhaus sowie ein Park, der zum verweilen einlud. Dort kann man den alten Baumbestand (Linden, Ahornbäume) bewundern.
 
Das Umland von Koschendorf ist in eine abwechslungsreiche Landschaft, geprägt von Wald, Wiesen und Ackerland, eingebettet.
 
In diesem Dorfe lebte seit mehreren Jahrhunderten auf der familieneigenen Wirtschaft die Familie Janigk. Sie lag am Rande des Dorfes
 
Ortseingang von Koschendorf
Rechts stand die Wirtschaft der Familie Janigk
Ortsausgang von Koschendorf
Links stand die Wirtschaft der Familie Janigk
 
Hier am Ortseingang lag die " Janigksche-Wirtschaft ", die Jahrhunderte in Familienbesitz war und somit  der Stammsitz dieser Familie ist.
 
Leider ist heute von der Wirtschaft der Familie Janigk kein Stein und Hinweis an dieser Stelle zu finden.
     Als ich Koschendorf in den 80ziger Jahren besuchte, war nur noch ein großer gemauerter Torpfosten - fast an der Straße - von der Wirtschaft übriggeblieben, aber bei der Dorfbevölkerung war dieser Name noch bekannt und auf dem Friedhof  von Koschendorf war der Name zu finden.
 
 
In westlicher Richtung erfolgt der Übergang des Dorfes in die Landschaft über Gärten und Wiesen und wird schließlich vom gehölzreichen "Koselmühlenfließ" gegen die Feldflur abgeschlossen.
 
Im Norden, Osten und Süden schließen sich Wiesen und Wald an. Das an den Orten vorbeifließende "Koselmühlenfließ" steht unter Naturschutz.
 
Koschendorf - historisches
 
Der Ortsname ist wahrscheinlich abgeleitet von "Kos" - "Koß". Koschendorf wurde 1527 erstmals urkundlich erwähnt und als Weiler angelegt. "Kostendorf", wie man das Dorf damals schrieb, ist wahrscheinlich älter und rechnet wohl schon 1408 zum Besitz der Köckeritzschen Familie. Der Gutshof mit dem Herrenhaus, den Wirtschaftsgebäuden und dem Park prägt auch heute noch das Ortsbild. 
 
Am Gutshaus war um 18. Jahrhundert am Eingangstor ein Wappenstein. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts zählten Ziegelei, Schmiede und eine Schänke zum Dorf. Das Dorf zählte 1844 24 Wohngebäude und hatte 162 Einwohner. 1850 sprachen 86 % der Bewohner wendisch und 1867 33 % sorbisch

Das Rittergut umfasste 1863 (Ad. Frantz) 1956 Morgen, von denen740 Morgen unter dem Pflug waren, 125 Morgen Wiesen und Weiden  und 875 Morgen forstwirtschaftlich genutzt wurden. 1914 und unverändert 1929 wird der Umfang des Rittergutes mit 504,8 ha angegeben (Niehammer).
 
Der Gutshof mit dem Herrenhaus, den Wirtschaftsgebäuden und dem Park prägt auch heute noch das Ortsbild. Westlich des Gutes gliedern sich die ehemaligen Büdnerhöfe an. Südlich der Dorflage befinden sich vereinzelt Bauernhöfe, eine alte Schmiede aus dem Jahre 1928 sowie die "Bollmühle", eine alte Wassermühle von ca. 1864. Die Mühle wurde in den sechziger Jahren stillgelegt und für Wohnzwecke umgestaltet.  
 
Der Friedhof liegt etwas abseits im Norden des Dorfes und wird von einer Gruftanlage der Familie Wackerbarth geprägt, die jetzt als Trauerhalle genutzt wird Kurz vor Koschendorf.
Text: Reiner Laars
Bilder aus Koschendorf
 
 
 
 Kurz vor Koschendorf steht ein Kriegerdenkmal aus dem 1. Weltkrieg. 
 
Hier ist fast in der Mitte etwas über ein
einen Bruder von Alfred Janigk, zulesen:
Kriegerdenkmal vom 1tenWeltkrieg in der Nähe von Koschendorf
Auf diesem Kriegerdenkmal ist folgendes zu lesen:
Namen der Gefallenen:
1. Weltkrieg:
 
Dienstgrad
Name
Vorname
Todesdatum & Ort
Einheit
Musk.
KUBA
Willi
21.02.1915 Rußland
R.Inf.Rgt.262
Vize-Fldw
LEHMANN
Paul
16.07.1915 Kurland
Inf.Rgt.258
Musk.
SCHANDOGK
Wilhelm
26.09.1915 Champagne
Inf.Rgt.52
Jäger
Albert
11.06.1916 Verdun
3.Jäger Batl.
Ldstm.
KRÜGER
Martin
13.08.1917 Verdun
R.Inf.Rgt.24
Gefr.
HENNIG
Hermann
21.03.1918 Cambrai
R.Jäger Batl.16
Kan.
DOCTER
Friedrich
15.05.1918 i.Westen
Fld.Art.Rgt.58
 
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Quellen:
Buch: Götz Freiherr von Houwald. Die Niederlusitzer Ritterguter und ihre Besitzer Band IV/Seite 524)
Web-Seite der amtfreien Gemeinde Stadt Drebkau
Adresse :  www.drebkau.de
Onlineprojekt Gefallendendenkmäler
Adresse: www.denkmalprojekt.org
 
Letzte Aktualisierung am 19. Januar 2015
 
 
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